Stern

Trump-Power

Sie hat die Schönheit ihrer Mutter und die Kohle ihres Vaters. Doch beides ist ihr nicht genug. IVANKA steht inzwischen auf eigenen Beinen – als gut bezahltes Model

Erschienen:

  • 18. Januar 2001

Fotos:

  • Steen Sundland
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Es ist nicht so, wie Sie denken. Klar, das Mädchen hier macht einen auf Vamp. Außerdem ist sein Vater Donald Trump, der leicht vulgäre Immobilien-Millionär, seine Mutter Ivana, der schlimm aufgebrezelte Society-Drachen. Was das Töchterchen zur Zicke mit schlechtem Geschmack machen müsste.

Ist komischerweise aber ganz anders. Ivanka Trump ist kumpelig. Offen. Unkompliziert. "Ich habe viele Freunde, die ich noch aus dem Kindergarten kenne, als es egal war, wie berühmt einer von uns ist", sagt sie. Mit ihrer Clique macht sie schon mal eine Blitzreise nach Amsterdam, wohnt in einem heruntergekommenen Billighotel. Auch vergisst die Millionenerbin manchmal, dass sie ständig in Gefahr ist, gekidnappt zu werden: "Einmal bin ich per Anhalter durch Paris getrampt. Ich war 15 und hatte die letzte Metro verpasst." Die größte Verrücktheit heute: ein ordentliches Bier in einer spackigen Kneipe: "Ich werde nicht schnell betrunken", sagt das Mädchen, dem seine Mutter schon mit sechs Wein aufdrängte.

Die junge Dame ist in einem Wolkenkratzer aufgewachsen, der ihren Namen trägt - dem Trump Tower. Sie bekam im Internat jeden Abend ihr Essen vom Lieferservice, wurde am Wochenende mit dem Privatjet ausgeflogen. Doch weil sie so gern ein bisschen bodenständig wäre, verdient sie ihr eigenes Geld: als Model für Tommy Hilfiger, Versace, Thierry Mugler. Tagesgage: mindestens 10 000 Mark. Pro Jahr kommt Ivanka so auf mehr als eine Millionen Dollar Taschengeld.

Mit den Jungs klappt es dagegen nicht so gut wie mit dem Geld. Sie sei noch nie wirklich verliebt gewesen, sagt Ivanka: "Meine Beziehungen dauern nicht länger als drei Wochen."

Das klingt ein wenig traurig, und während sich die meisten Kinder manchmal wünschen, so reiche Eltern wie Ivanka zu haben, ging der Traum der Trump-Tochter ganz anders: "Mit zehn wollte ich unbedingt Axl Rose sein, der wilde Sänger der Rockband Guns N`Roses. Aber ich habe gemerkt, dass ich dann ein Mann werden müsste. Da habe ich den Wunsch wieder aufgegeben."