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Geo Saison: Buenos Aires

Die argentinische Hauptstadt hat sich von der Wirtschaftskrise erholt. Die Lebensfreude ist zurück und mit ihr gute Küche, Mode und Design – zu entdecken im Stadtteil Palermo

Erschienen:

  • November 2006
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Essen & Trinken: Die Bewohner von Buenos Aires mögen’s exotisch: Eines ihrer Lieblingslokale im Stadtteil Palermo setzt auf skandinavisches Ambiente. Wer im versteckten Garten des Ølsen sitzt, versteht ihre Vorliebe für Europas Norden: Das Interieur ist elegant und lässig, die Speisekarte offeriert Einfaches wie Smørrebrød und auch Raffiniertes wie frittierte Austern (Gorriti 5870, Tel. 0054-11-47 76 76 77, restaurantolsen@netizen.cpm.ar). In der Casa Cruz verabreden sich die Reichen und Schönen, trinken perfekte Martinis und ordern, was Besitzer Juan Santa Cruz „Argentinian Urban Food“ nennt: Foie gras, Riesengambas oder Seebarsch. Schick, teuer, sehenswert (Uriarte 1658, Tel. 0054-11-48 33 11 12). Steakhäuser gibt es unendlich viele in der Stadt, auch in Palermo. Wir empfehlen das Caldén del Soho, nicht nur, weil es gegen-über von unserem Hoteltipp „Ma-labia Hou-se“ liegt, sondern vor allem, weil wir den Service genossen ha-ben – ebenso das Essen. Spezialität: Lomo Empaquetado, Filetsteak mit Couscous. Wie fast überall in der Stadt kostet auch hier ein Steak nicht mehr als 10 Euro (Honduras 4701, Tel. 0054-11-48 33 22 21).


Ausgehen: Kein Schild weist den Weg am Tor zu der ehemaligen Stadtvilla, in der sich die Milión Bar befindet – offenbar soll der In-Treff vor Touristen und Mitläufern geheim gehalten werden. Marmortreppen, Kristallleuchter und Ledersofas schaffen eine exklusive Atmo-sphäre, die Cocktails sind exzellent (Paraná 1048, 0054-11-48 15 99 25). Tätowier-te Kellnerinnen, Rockmusik, rotes Schummerlicht: Im Mundo Bizarro fühlt man sich ein bisschen wie in Szenetreffs in Berlin-Mitte, nur mit besser gelauntem Publikum. An der Bar lernt man garantiert sofort nette Leute kennen (Serrano 1222, Tel. 0054-11-47 73 19 67). Wer es be-son-ders schrill mag, der geht in den Club Kim y Novak : An den Wänden des Lokals hängen erotisch- provokante Gemälde, an der Bar treffen sich B-Promis, Künstler und Transvestiten (Güemes 4900, Tel. 0054-11-47 73 75 21).

Wohnen: Asiatisch inspirier-tes, klares Design zeichnet das Hotel Five Cool Rooms aus, das übrigens nicht nur fünf, sondern 16 Zimmer hat – die besten haben Balkon und Whirlpool im Bad (Honduras 4742, Tel. 0054-11-52 35 55 55, www.fivebuenosaires.com; DZ/F ab 95 €). 15 Zimmer, eingerichtet mit hellen Hölzern, weißen Möbeln und Gemälden, machen das Malabia House zu einem der schönsten Boutique-Hotels des Viertels (Malabia 1555, Tel. 0054-11-48 33 24 10, www.malabiahouse.com.ar; DZ/F ab 100 €). Entspannt und elegant lebt es sich im neuen Hotel Home: Die Zimmer sind geschmackvoll gestaltet, mit Blumentapeten und weißen Möbeln; im Garten gibt es einen hübschen kleinen Pool, und das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend (Honduras 5860, Tel. 0054-11-47 78 10 08, www.homebuenosaires.com; DZ/F ab 109 €).


Shoppen: In Buenos Aires gibt es so viele Ledergeschäfte wie Steakhäuser – was wenig überraschend ist. Für beide gilt: Nur wenige ragen aus der Masse heraus. Bei Pasión Argentina findet man eine große Auswahl an Kissen, Geldbörsen, Taschen und Gürteln aus „fair trade“-Leder: die Häute werden von Kleinbauern geliefert, die angemessen dafür bezahlt werden (Emilio Ravignani 1780). Argentiniens Antwort auf britische Mode zwischen Tradition und Streetwear heißt Felix. Zur Auswahl stehen karierte Socken, Schals, T-Shirts und Sweater für junge Modebewusste. Sehr angesagt (Gurruchaga 1670). Hermanos Estebecorena ist ein kleiner Modemacherbetrieb. Besonders begehrt bei Jung und etwas Älter sind gut geschnittene Hemden und bequeme Kapuzenjacken. Wer sich fragt, wie die einheimischen Männer es schaffen, stets lässig und doch elegant gekleidet zu sein, findet in diesem Shop die Antwort (El Salvador 5960).